Elvis' Christmas Album

Dass der Klassiker und Verkaufsgigant Elvis' Christmas Album  erst elf Jahre nach dem Start der Classic Album-Reihe veröffentlicht wird, ist wohl schlicht und einfach der Tatsache geschuldet, dass kaum Outtakes dieser Sessions in den Archiven existieren.

Grund dafür sind diverse Aufräumarbeiten von RCA Victor, in deren Zuge sich das Label unnützer Tonbänder entledigte und dadurch mehr Platz für die Masters (also der zur Veröffentlichung freigegebenen Aufnahmen) schuf.

In den ausgehenden 1950er Jahren konnte schließlich niemand ahnen, dass es ein halbes Jahrhundert später einen Markt für Outtakes geben würde.

Lediglich die binauralen Aufnahmen einiger Sessions scheinen die langen Jahre überlebt zu haben.

Somit dauerte es bis Ende 2014, ehe FTD auch Elvis' Christmas Album  in die Serie inkludierte.

Weshalb man bei der limitierten Auswahl an Aufnahmen nicht auch den vollständigen Mitschnitt von White Christmas  (bei dem Elvis scherzhaft anmerkt It's Greek to me) veröffentlicht hat, bleibt wohl das Geheimnis von Follow That Dream Records.

Im Gegensatz zu anderen Fans und Sammlern würde ich die CD wegen dieses Versäumnisses allerdings nicht schlechter bewerten, denn es handelt sich bei dem besagten Part wirklich nur um das Intro bzw. Vorgeplänkel.

Geboten werden die Songs der Original-LP sowie die während denselben Sessions aufgenommenen Titel My Wish Came True, Treat Me Nice  und Don't.

Als Bonus bekommen wir die binauralen Session-Tapes der Songs (There'll Be) Peace In The Valley (For Me)  und It Is No Secret (What God Can Do).

Die Mono-Masters dieser Lieder waren bereits im April 1957 auf der Gospel-EP Peace In The Valley  herausgebracht worden.

Die Titelseite des Booklets, das übrigens Liner Notes von Johnny Saulovich (auch bekannt als Dr. John Carpenter) enthält, ist dem Cover der spätern Auflagen des Albums nachempfunden. Das Foto wurde während Elvis' Armee-Zeit in Deutschland geschossen und zeigt den Sänger ausnahmsweise mit seiner natürlichen Haarfarbe. Natürlich montierte das Art-Department von RCA Victor den Rock'n'Roll-König festtagsgerecht vor eine verschneite Bergkulisse.

Das Mastering der Aufnahmen übernahm übrigens Sebastian Jeansson.

 

The Original Album

Santa Claus Is Back In Town!

Das Album beginnt mit einer klaren Ansage. In dieser krachenden, bluesigen Nummer fährt der Weihnachtsmann stilecht im schwarzen Cadillac bei einer hübschen Dame vor und es ist wohl der Interpretation eines jeden Zuhörers überlassen, was genau gemeint ist, wenn es heißt Hang up your pretty stockings and turn off the light - Santa Claus is comin' down your chimney tonight.

Ganz offensichtlich entsprachen Jerry Leiber und Mike Stoller hier voll und ganz der Bitte, ein Weihnachtslied zu schreiben, das dem Image des King Of Rock'n'Roll angemessen ist. Der Song entstand noch während der laufenden Sessions, die Aufnahme erfolgte schließlich am 7. September 1957 innerhalb von sieben Takes.

RCA Victor veröffentlichte Santa Claus Is Back In Town! auch auf der EP Elvis Sings Christmas Songs  (1957) und der Single Santa Claus Is Back In Town! / Blue Christmas  (1965). Zudem ist der Titel auch auf der CAMDEN-Ausgabe von Elvis' Christmas Album  (1970) zu hören.

Ein später zusammengeschnittenes Duett mit Wynonna Judd befindet sich auf der CD Christmas Duets  (2008).

 

White Christmas

Deutlich konventioneller geht es weiter mit dem allseits bekannten Klassiker von Irving Berlin. Erstmals öffentlich aufgeführt wurde das Lied am ersten Weihnachtstag 1941, an dem Bing Crosby es in seiner Radio-Show The Kraft Music Hall  sang.

Am 29. Mai des folgenden Jahres nahm er den Titel zusammen mit dem John Scott Trotter Orchestra und den Ken Darby Singers innerhalb von nur 18 Minuten auf und veröffentlichte es am 30. Juli auf dem Album Songs From The Film Holyday Inn. Er selbst sah nichts Besonderes in dem Lied, doch allein im Jahr 1942 verbrachte White Christmas 11 Wochen an der Spitze der Billboard-Charts.

Über Jahrzehnte konnte der Titel seine Popularität halten und entwickelte sich mit mehr als 50 Millionen verkauften Kopien zur erfolgreichsten Single-Veröffentlichung aller Zeiten.

Unzählige Künstler haben seither White Christmas  gecovert, Elvis tat dies am 6. September 1957 und benötigte dafür 9 Takes. Angeblich war Irving Berlin von der Aufnahme des Kings dermaßen entsetzt, dass er die Radiosender zum Boykott aufrief.

Auch wenn die Reaktion des Komponisten arg überzogen war, stimme ich seinem prinzipiellen Urteil durchaus zu. Elvis' Vortrag fehlt einfach die Festlichkeit und emotionale Tiefe, die ich von diesem Klassiker erwarte.

White Christmas  ist übrigens auch auf der 1958er EP Christmas With Elvis, der Neuauflage von Elvis' Christmas Album  aus dem Jahr 1970 und der CD Christmas Duets  von 2008 zu hören. Auf letzterer singt der King mit Amy Grant im Duett - und wird von ihr gesanglich ausgestochen.

 

Here Comes Santa Claus (Right Down Santa Claus Lane)

Here Comes Santa Claus (Right Down Santa Claus Lane)  wird hingegen von Elvis ganz hervorragend dargeboten, eindeutig lagen die flotten Popsongs dem King damals besser. Und auch die nachträglich produzierte Duett-Aufnahme mit Leann Rimes auf der CD Christmas Duets  (2008) kann sich hören lassen.

Das Original fand sich auf auf der EP Christmas With Elvis  (1958) und dem Long Player Elvis' Christmas Album  (1970). Die Aufnahme stammt vom 6. September 1957 und war innerhalb von nur zwei Takes im Kasten.

Die Erstaufnahme erfolgte 1947 durch Gene Autry, der Here Comes Santa Claus (Right Down Santa Claus Lane)  auch zusammen mit Oakley Haldeman geschrieben hatte.

 

I'll Be Home For Christmas

Es folgt ein Weihnachtslied, das von Bing Crosby populär gemacht wurde. Er sang es 1943 und stellte darin einen Soldaten dar, der im zweiten Weltkrieg kämpft und seiner Familie verspricht, zum Christfest wieder zuhause zu sein. Spätestens zum Ende dieses melancholischen Titels wird jedoch deutlich, dass es sich um eine reine Wunschvorstellung handelt, denn es heißt I'll be home for Christmas, if only in my dreams.

Zwar kann sich Elvis' Version, sie entstand am 7. September 1957 innerhalb von 15 Takes, durchaus hören lassen, aber meines Erachtens fehlte dem jungen Sänger einfach noch die nötige emotionale Tiefe, die dieses Lied von seinem Interpreten erfordert.

Für die Komposition von I'll Be Home For Christmas  zeichneten Kim Gannon und Walter Kent verantwortlich. Um einen Rechtsstreit mit Buck Ram, der zuvor ein Lied gleichen Titels verfasst hatte, zu vermeiden, führte man ihn kurzerhand ebenfalls als Komponisten auf und verschaffte ihm somit ein Drittel der Tantiemen.

Auch dieser Titel ist auf der EP Elvis Sings Christmas Songs  (1957), der Neuauflage von Elvis' Christmas Album  (1970) sowie der CD Christmas Duets  (2008) enthalten. Hier singt der King zusammen mit Carrie Underwood.

 

Blue Christmas

Die Aufnahme entstand am 5. September 1957 innerhalb von drei Takes. Auf der EP Elvis Sings Christmas Songs  (1957) war die Nummer ebenso vertreten, wie auf den Singles Blue Christmas / Wooden Heart  (1964) und Santa Claus Is Back In Town! / Blue Christmas  (1965), den LPs Elvis' Christmas Album  (1970) und A Legendary Performer - Volume 2  (1976) sowie der CD Christmas Duets  (2008) als künstlich erzeugtes Duett mit Martina McBride. Eine Live-Version ist auf dem Album Elvis  (1968) zu hören.

Geschrieben wurde Blue Christmas  von Bill Hayes und Jay Johnson, erstmals aufgenommen wurde es 1948 von Doye O'Dell. Populär wurde die Nummer jedoch erst im folgenden Jahr durch die Aufnahmen von Ernest Tubb, Hugo Winterhalter & His Orchestra und Russ Morgan & His Orchestra.

Elvis schien Blue Christmas  sehr zu mögen, denn in den 1970ern trug er es -übrigens völlig unabhängig von der Jahreszeit- regelmäßig in seinen Konzerten vor.

 

Santa Bring My Baby Back (To Me)

Die erste Seite der LP endet mit einem flotten Popsong, der von Aaron Schroeder und Claude DeMetrius speziell für Elvis geschrieben wurde.

Obwohl sich der Titel großer Beliebtheit bei den Radio-DJs erfreute, verzichtete RCA Victor in den USA auf die Veröffentlichung einer Single. In England hingegen brachte man Santa Bring My Baby Back (To Me)  auch auf einer 45er heraus und bescherte dem King damit einen weiteren Top10-Hit.

Die Aufnahme erfolgte am 7. September 1957, Take 9 wurde zum Master.

RCA Victor veröffentlichte Santa Bring My Baby Back (To Me)  ebenfalls auf der EP Elvis Sings Christmas Songs  (1957), die Tochterfirma CAMDEN folgte 1970 mit der Neuauflage von Elvis' Christmas Album.

 

O Little Town Of Bethlehem

O Little Town Of Bethlehem  wurde 1868 von Phillips Brooks und Lewis Redner komponiert und vermutlich erstmals 1916 vom Trinity Choir aufgenommen. Elvis tat dies am 7. September 1957 ebenfalls und benötigte dafür vier Takes.

Auch hier singt er ordentlich, die schnelleren Titel liegen ihm aber ganz offensichtlich besser.

RCA Victor brachte O Little Town Of Bethlehem  1958 auf der EP Christmas With Elvis heraus, CAMDEN folgte 1970 mit einer Budget-Version von Elvis' Christmas Album. Achtunddreißig Jahre später veröffentlichte Sony/BMG eine Duett-Version mit Karen Fairchild und Kimberly Schlapman (von der Band Little Big Town) auf der CD Christmas Duets.

 

Silent Night

Hier handelt es sich um eine Adaption des Klassikers Stille Nacht, Heilige Nacht  von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber aus dem Jahr 1818. Heute gilt diese Komposition als die bekannteste ihrer Art und wurde 2011 sogar zum UNESCO Kulturerbe erklärt.

Obwohl ich nicht religiös bin, würde ich Stille Nacht, Heilige Nacht  als mein absolutes Lieblingslied bezeichnen. Kein anderes ist so feierlich, bewegend und einfach nur so wunderschön wie dieses.

Leider ruft Elvis' Vortrag keine größeren Emotionen in mir hervor, ihm fehlt einfach die erforderliche Tiefe.

Aufgenommen wurde das Lied am 6. September 1957 innerhalb von neun Takes.

Selbstverständlich wurde auch Silent Night  mehrfach verwertet (auf der EP Christmas With Elvis  und der Neuauflage von Elvis' Christmas Album) und natürlich kreierte man auch von diesem Klassiker im Jahr 2008 eine Duett-Aufnahme für die CD Christmas Duets. Doch einmal mehr wird Elvis an die Wand gesungen - diesmal von Sara Evans.

 

Peace In The Valley

Am 6. Januar 1957 hatte Elvis das Publikum überrascht, als er bei seinem Auftritt in der Ed Sullivan Show den Gospel Peace In The Valley  vortrug.

Sieben Tage später spielte er den Titel auch im Studio ein, Take 9 wurde zum Master.

Ursprünglich hatte Thomas A. Dorsey Peace In The Valley  1937 für Mahalia Jackson geschrieben, den großen Hit damit landeten allerdings Red Foley & The Sunshine Boys. Deren Version erreichte 1951 den siebten Platz der Country & Western Charts und zählt zu den ersten Gospel-Aufnahmen, die sich mehr als eine Million Mal verkauften.

Bei vielen Balladen klang Elvis' Gesangstechnik in den 1950ern noch nicht ganz ausgereift, Peace In The Valley  trägt er aber absolut großartig vor und auch auf der emotionalen Ebene nimmt man ihm das Lied jederzeit ab.

Die Fans kannten die Nummer bereits von der gleichnamigen EP, auf dem Budget-Album You'll Never Walk Alone  (1971) sollte Peace In The Valley  ebenfalls zu hören sein.

 

I Believe

Ervin Drake, Irvin Graham, Jimmy Shirl und Al Stillman schrieben I Believe  im Jahr 1953 für Jane Froman. Danach wurde der Song jedoch auch von vielen anderen Künstlern gesungen, unter anderem von Perry Como, Dolly Parton und Frank Sinatra.

Elvis' Aufnahme entstand am 12. Januar 1957, Take 9 wurde zum Master.

Das Lied wird gut gesungen, ich bin aber überzeugt, dass Elvis den Song ein paar Jahre später besser vorgetragen hätte.

Die Erstveröffentlichung erfolgte im April 1957 auf der EP Peace In The Valley, ein weiteres Mal wurde die Aufnahme auf der LP You'll Never Walk Alone  (1971) herausgebracht.

 

Take My Hand, Precious Lord

Take My Hand, Precious Lord stammt von Thomas A. Dorsey, der auch Peace In The Valley  geschrieben hatte. Tatsächlich geht die Melodie jedoch auf die Hymne Maitland  von George Nelson Allen zurück.

Erstmals aufgenommen wurde das Lied im Jahr 1937 von den Heavenly Gospel Singers. Am 13. Januar 1957 nahm auch Elvis Take My Hand, Precious Lord  auf und benötigte dafür 14 Versuche.

Andere Tonträger mit diesem Song sind die EP Peace In The Valley  (1957) und das Album You'll Never Walk Alone  (1971).

 

It Is No Secret (What God Can Do)

Der Autor dieses Liedes heißt Stuard Carl Hamblen, der es 1950 auch als erster aufnahm. Die hier zu hörende Version entstand am 19. Januar 1957 innerhalb von 13 Takes.

Die Komposition selbst trifft meinen Geschmack nicht, Elvis' Vortrag kann sich aber durchaus hören lassen.

Wie die übrigen vier Gospel-Songs dieser LP, so ist auch It Is No Secret (What God Can Do)  auf den Tonträgern Peace In The Valley  (1957) und You'll Never Walk Alone  (1971) zu finden.

 

Bonus Songs

My Wish Came True

Am 6. September 1957 investierte Elvis bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien jede Menge Zeit und Mühe in My Wish Came True  und nahm 28 Takes der Ballade von Ivory Joe Hunter auf.

Aber dennoch war er mit dem Ergebnis nicht zufrieden und versuchte sich am 23. Januar und 1. Februar 1958 erneut an dem Song. Weil auch dieses Mal kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte, wurde schließlich der 28. Take der September-Session zum Master erklärt.

Veröffentlicht wurde er im Juni 1959 auf der B-Seite des Nummer 1-Hits A Big Hunk O' Love. Aber auch My Wish Came True  kam zu Hitparaden-Ehren und erreichte in den Hot100 Rang 12.

Weiterhin ist die Aufnahme auf dem Album 50,000,000 Elvis Fans Can't Be Wrong - Elvis' Gold Records Volume 2  (1959) und der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971) enthalten.

Mit dem etwas zu schwülstig geratenen Hintergrundgesang ist My Wish Came True  kein Highlight, für eine B-Seite ist die Nummer aber in Ordnung.

 

Treat Me Nice

Treat Me Nice  wurde von Jerry Leiber und Mike Stoller geschrieben. Am 3. Mai nahm Elvis 13 Takes davon auf, den Master erstellte man aus den Durchgängen 10 und 13.

Allerdings zeigte sich der King von seiner Arbeit nicht sonderlich begeistert, so dass er am 5. September noch einmal 15 Takes aufnahm. Diesmal funktionierte die Nummer besser und Elvis wählte den 15. Versuch zum Master.

Der Song stammt aus dem Film Jailhouse Rock  und fand sich schon wenige Tage nach Aufnahme dieser Schallplatten-Version auf der B-Seite der Single mit dem Titelsong. Diese erreichte nicht nur den ersten Platz der Charts, sondern gehört außerdem noch zu den zehn erfolgreichsten Single-Veröffentlichungen der gesamten 1950er Jahre.

Auf der Soundtrack-EP zum Film Jailhouse Rock  war Treat Me Nice  übrigens nicht zu hören. Stattdessen veröffentlichte RCA Victor den Song auf dem Album Elvis' Golden Records  (1958), der EP A Touch Of Gold - Volume 2  (1959) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

 

Don't

Die Ballade stammt ebenfalls aus der Feder von Jerry Leiber und Mike Stoller und wurde von Elvis am 6. September 1957 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien aufgenommen. Take 7 erklärte man schlussendlich zum Master.

Inhaltlich wirkt der Song aus heutiger Sicht ein wenig verstörend, damals war er aber wohl als ernsthaftes Liebeslied gemeint.

Zunächst veröffentlichte RCA die Ballade Anfang 1958 auf der Single Don't / I Beg Of You, mit der Elvis einen weiteren Nummer 1-Hit verbuchen konnte.

Don't  wurde später auch auf der EP A Touch Of Gold  (1959) und dem Album 50,000,000 Elvis Fans Can't Be Wrong - Elvis' Gold Records Volume 2  (1959) herausgebracht. Auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) war die Ballade ebenfalls zu hören.

Aus meiner Sicht zählt Don't  zu den wenigen Balladen-Aufnahmen aus den 1950ern, bei denen sich Elvis keine gesanglichen Schwächen leistet.

 

The Binaural Session Tapes

(There'll Be) Peace In The Valley (For Me) (Take 1)

Der erste Take wird noch etwas langsamer gespielt, als die später veröffentlichte Version.

Auch Elvis geht das Lied einen Tick zurückhaltender an. Hier und dort muss er noch an seiner Betonung arbeiten, an einer Stelle verrutscht ihm auch ein Ton.

Am Zusammenspiel zwischen ihm und den Jordanaires, bzw. den Harmonien innerhalb der Gospelgruppe selbst, kann ebenfalls noch gearbeitet werden.

 

(There'll Be) Peace In The Valley (For Me) (Takes 2 & 3)

Nach dem Klavier-Intro muss Elvis lachen und kommentiert Next song!

Beim zweiten Durchlauf, sprich Take 3, klappt das Zusammenspiel zwischen den Beteiligten schon deutlich besser. Allerdings sind auch jetzt die Harmonien der Jordanaires noch nicht perfekt.

 

(There'll Be) Peace In The Valley (For Me) (Take 4)

Anlauf Nummer vier klingt bis dato am besten, der King und seine Jungs sind eindeutig auf dem richtigen Weg.

 

(There'll Be) Peace In The Valley (For Me) (Takes 5-7)

Da während des Intros im Hintergrund Geräusche produziert werden, bricht man nach wenigen Sekunden ab.

Beim nächsten Anlauf verpatzt Elvis seinen Einsatz, so dass auch dieser Aufnahmeversuch scheitert.

Take 7 läuft dann wieder durch und ist der Master-Version schon sehr nahe.

 

(There'll Be) Peace In The Valley (For Me) (Takes 8 & 9)

Den achten Durchlauf bricht der King nach kurzer Zeit ab und kommentiert I had to belch up that egg I ate.

Der nun folgende Take 9 gelingt dafür perfekt und wird schließlich zur Veröffentlichung freigegeben.

 

It Is No Secret (What God Can Do) (Takes 1-3)

Wir hören Gespräche, im Hintergrund übt Bill Black am Bass. Der erste Anlauf kommt allerdings über das Intro nicht hinaus.

Beim zweiten Versuch gelingt schließlich der Einstieg. Allerdings sitzt noch nicht jeder Ton und Elvis bricht die Aufnahme zur Mitte des Liedes ab.

Take 3 wird durchgespielt, wenn auch noch immer nicht alle Töne sitzen. Das gilt übrigens auch für die Jordanaires.

 

It Is No Secret (What God Can Do) (4 & 5)

Offenbar wurde das Arrangement zwischen den Aufnahmen überarbeitet, denn nun sind auch die Harmonie-Sänger während des Intros zu hören.

Beim vierten Take produziert der Rock'n'Roll-König zur Mitte des Songs am Mikrophon ein Popp-Geräusch, was zum Abbruch führt.

Anlauf Nummer fünf gelingt und läuft durch. Allerdings muss Elvis auch hier noch ein wenig am Timing arbeiten.

 

It Is No Secret (What God Can Do) (Takes 6-12)

Offenbar ließ die Konzentration im Studio massiv nach, denn jetzt bekommen wir gleich eine ganze Armada von Fehlstarts.

Take 6 besteht nur aus dem Intro, beim siebten Anlauf verpasst Elvis seinen Einsatz.

Auch die nächsten Anläufe kommen über die ersten Musik-Takte nicht hinaus. Als das Intro schließlich gelingt, muss Elvis lachen.

Der zwölfte Take wird dann wieder durchgespielt, aber auch hier klingt der King noch sehr unsicher. Er leistet sich gleich mehrere Timing-Fehler und seine Betonung klingt an manchen Stellen übertrieben und affektiert.

 

It Is No Secret (What God Can Do) (Take 13)

Kurioserweise treten die Probleme des 12. Durchlaufes jetzt nicht mehr auf. Elvis hat das Lied nun unter Kontrolle und liefert den Master-Take.

 

Fazit & Bewertung

Die Classic Album-Ausgabe punktet mit großartigem Sound, ein paar bis dato unveröffentlichten Outtakes und einer schicken Verpackung.